“Killerspiele” sollen verboten werden


Ich will jetzt nicht andeuten, dass das nur eine Idee der CDU sein kann, oh nein… Aber es ist so!
Nun bekannte sich auch öffentlich Maria Böhmer von der eben genannten Partei zu den im Koalitionsvertrag ab Seite 106 angedeuteten Veränderungen hinsichtlich der Medienzensur zum Schutz Jugendlicher. (”Jugend für Toleranz und Demokratie”)

Böhmer hebt darauf ab, dass sich durch entsprechende Gewaltdarstellungen die Hemmschwelle im alltäglichen Umgang miteinander verschieben könne, was möglicherweise zu einer Abstumpfung und zur Toleranz von Gewalt im ganz alltäglichen Umgang führe. Diese Entwicklungen müsse man im Blick haben, nicht nur die spektakulären und schrecklichen Einzelfälle, so Böhmer in dem Interview.

(Golem)

Im Blog von Marc Redmann wird dazu richtig hinzugefügt:

Ist ja interessant, Frau Böhmer befürchtet also dass durch sogenannte “Killerspiele” die Hemmschwelle sinkt. Was sie dabei in ihrer Engstirnigkeit (wahrscheinlich absichtlich) ausser Acht lässt, ist die Menge an Gewaltdarstellungen, die tagtäglich in den Fernsehnachrichten auf uns alle (also auch auf die Minderjährigen, die sie ja angeblich schützen will) einströmt. Folglich müsste sie also auch ein Verbot von Gewaltdarstellungen in Fernsehnachrichten fordern.

Und “Jens” trifft es passend in einem Kommentar:

Wer dies zynisch findet, sollte vielleicht erst einmal fragen, qui bono! Denn diese neuerlich angezettelte Diskussion lenkt doch von den eigentlichen Problemen sehr schön ab.

Recht hat er! Denn was bringt es uns, wenn alle Jugendlichen jetzt ganz lieb und nett sind und trotzdem KEINE Arbeit/Ausbildung haben? Nichts.
Ich vermute ja, dass sich junge Menschen, die berufliche Perspektiven haben, gar nicht auf die Idee kämen, sich durch “Gewaltspiele” manipulieren zu lassen. Wie sieht es eigentlich durch die manipulation durch die Politik aus (nur mal so am Rande bemerkt?). Sollten wir jetzt auch Politik verbieten?

Und noch etwas: Wenn Gewaltspiele auf dem Papier verboten sind heisst das noch lange nicht, dass sie nicht gespielt werden. Damit sorgt man nur dafür, dass keine Möglichkeiten zur Kontrolle mehr bestehen. Denn wenn 80% der Jugendlichen mp3’s aus dem Internet ziehen können, wie schwer wird es da sein, sich ein komplettes Spiel zu organisieren?

Schaden tuts im Endeffekt nur denen, die sich nicht mit der Materie auskennen: die Politiker.

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Leserkommentare

Jugendschutz - oder Zensur?

Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises 146
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
Laurenz Meyer, MdB
Jörg van Essen, MdB
via Mail
Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,
sehr geehrter Herr Meyer,
sehr geehrter Herr van Essen,
ich wende mich a…

Sehr geehrte Damen und Herren,

meiner Meinung nach sollten solche Gewaltspiele generell verboten werden, da sie gerade für Jugendliche sehr süchtig machen können und somit ihre Familie, Freunde und die Schule vernachlässigen, indem sie den ganzen Tag, mit schmerzenden Augen vor den Computern sitzen. Kleinere Kinder uns Jugendliche verlassen um so früher die Realität und dringen sich selbst in eine wirtuelle Computerwelt ein, wo sie meist die Realität mit der Computerwelt verwechseln, wie man esoft in den Nachrichten hört, das immer mehr Jugendlichen zu kriminellen Taten fähig werden, weil sie sich selbst nich mehr unter der Kontrolle haben und das hängt auch durch solche Gewaltspiele zusammen. Ammokläufer z.B. waren oft Einzelgänger, die nur noch vor dem Computer saßen und somit erst auf solche kranken Ideen kamen, unschuldige menschen zu erschießen, weil sie sich selbst nicht mehr unter kontrolle hatten. Aus diesen Gründen bin ich für das VERBOT von GEWALTSPIELEN!!

Mit freundlichen Grüßen

Sarah Pf.